17. März 2012
Huhuuuu!!!
Dein Rezept für Nudeln mit Lachs-Sahne-Soße war voll supi!!!! Ich habe es aber ein wenig geändert, weil mein Freund keinen Lachs mag, da habe ich ihn einfach weggelassen, also, den Lachs, meine ich *wink*. Und weil ich keine Nudeln da hatte, habe ich Reis genommen (den gekocht mit Gemüsebrühe und ein wenig Wein), und statt der Sahne etwas Käse, damit die Soße etwas dicker wird (Parmesan, weil der noch von letzter Woche übrig war!!). War voll legger!!! Da gibt’s gezz öfter!!!!!
(dieser Kommentar ist frei erfunden, steht aber beispielhaft für zig andere schriftliche Lautäußerungen (auch so eine Wortkombination), die mit ein wenig (oder noch weniger) Mühe recht schnell auf jedweder beliebigen Kochseite mit Möglichkeit zur Rezension so oder noch schlimmer im Internet gefunden werden kann (hatte ich schon erwähnt, dass mich manchmal, aber nur manchmal, Kommentare und Rezensionen von Kunden und Benutzern am gesunden Menschenverstand zweifeln lassen? Nicht? Mein Fehler.))
– baumgarf
5. März 2012
Der Mensch unterscheidet sich vom Tier nicht nur, wie hinlänglich bekannt sein dürfte, durch den Gebrauch der Sprache, sondern auch durch die Fähigkeit, stets das Naheliegende und Offensichtliche in Worte zu kleiden und einem jeden potentiell willigen Zuhörer zu offerieren, auf das dieser ob jenes Beobachtungsgabe entzückt mit den Ohren wackelt.
Doch wieso konstatieren wir ständig das für jeden Sichtbare? “Schönes Wetter heute, was?” – “Guck mal, ein rotes Auto!” – “Du Depp!”
Wenn wir uns in der Menschheitsgeschichte ein wenig zurück bewegen, wird man feststellen, (die Älteren werden sich vielleicht noch daran erinnern können) dass wir vom Affen abstammen. Ein Blick auf so manchen Zeitgenossen unterfüttert diese These nachhaltig. Affen waren (und sind es noch immer), wie auch wir heute, sehr gesellige und soziale Wesen. Doch deren Kommunikationsmittel beschränkten sich im Wesentlichen auf einige Kreisch- und Grunzlaute. Hin und wieder brüllte man sich auch an (was bei manchen Ehepaaren noch heute beobachtet werden kann), aber im großen Ganzen war es das. Ein soziales Gefüge kam nicht zuletzt durch das gegenseitige Lausen des Fells zustande, einer Tätigkeit, die man kaum eigenständig vollziehen konnte, weil kein Affe derart gelenkige Arme hat, um sich selbst den Rücken zu lausen.
Doch eines Tages erschrak ein Affe aus bislang unerklärlichen Gründen derart, dass ihm all seine Haare auf einmal ausfielen und er somit dem sozialen Gefüge entrissen wurde. Der erste Mensch war entstanden. Und um nicht alleine sein zu müssen, erschreckte er noch ein paar Freunde von ihm, auf das auch ihnen die Haare erst zu Berge standen und dann ebenfalls ausfielen, und zusammen zogen sie los und gründeten eine neue Rasse. Aus der Not heraus entwickelten sie die Sprache, da ihnen das Lausen nicht mehr möglich war, das soziale Gefüge, das Miteinander jedoch erhalten werden musste, um das eigene Überleben zu sichern.
Das Mittel der Sprache jedoch nahm mit der Zeit überhand, immer neue Worte kamen hinzu, die auch gesprochen werden wollten, und über kurz oder lang redeten und redeten die Menschen ohne Unterlass, und meist auch ohne Sinn und Verstand. Um ihre Herkunft jedoch nicht zu vergessen und um die Ahnen zu ehren, fanden einige Redewendungen Eingang in die Sprache, wie “Da laus’ mich doch der Affe!” – “sich zum Affen machen” etc.
Und nur deswegen, aus dem Wunsch heraus, zum sozialen Gefüge zugehörig zu sein, zeigen die Menschen mit ihrer Sprache das Naheliegende und Offensichtliche auf.
Aber mal unter uns Hobby-Sprachwissenschaftlern: dämlich ist es nichtsdestotrotz, im untersten Stockwerk eines Parkhauses die im Aufzug befindlichen Personen zu fragen: “Nach oben?”
– baumgarf
4. März 2012
“Tun Sie etwas! – Es muß etwas geschehen – Es wird etwas geschehen – Es ist etwas geschehen”, warf ich, wie weilands der namenlose Protagonist in Heinrich Bölls Kurzgeschichte, zwar nicht irgendwelchen Leuten am Telefon, aber doch immerhin mir selbst (ganz ohne Telefon) an den Kopf, und siehe da, es ist tatsächlich etwas geschehen, und es ist (vermutlich) nicht Seife geworden, was am Ende dabei herausgekommen ist.
Der in meinen Augen mittlerweile unnötige Schnicksack ist über Bord gegangen, die Blogroll ausgedünnt, und vielleicht schaffe ich es ja, wieder regelmäßig meine geistigen Ergüsse in Form zu zimmern (wobei knapp alle zwei Jahre ein Beitrag natürlich auch eine Art von Konstanz ist). Und zum wenn schon nicht feierlichen, dann doch recht unspektakulären Neubeginn habe ich mir auch, der ein oder andere mit einem scharfen Blick wird es sicher schon bemerkt haben, ein neues Layout gegönnt, das mittlerweile dritte, falls jemand mitschreibt.
Wie auch immer, man wird sehen, was daraus wird und sich ergibt. In der Zwischenzeit weiterhin bzw. wieder einmal viel Spaß hier auf meiner entrümpelten Spielwiese.
Ach ja: Falls es noch irgendwo zwickt und zwackt oder sonstwie nicht funktioniert, würde ich mich über eine kurze Meldung freuen. Irgendwann wird man schließlich betriebsblind.
– baumgarf